„Kapitän mit weißen Locken“

Schulleiter Jürgen Busch verabschiedet

Sieglar. 22 Jahre lang hat er das Schiff GGS Sieglar als Kapitän durch Sturm und Flaute manövriert, jetzt geht Schuldirektor Jürgen Busch in den wohlverdienten Ruhestand.

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Ganz leicht fiel ihm der Abschied von „seiner“ Grundschule nicht. Doch jetzt warten weitere Aufgaben auf Jürgen Busch, der zahlreiche Ämter bekleidet. [Foto: Kaiser]

Mit einer Seemannsfeier wurde er in der Aula von Kollegen, Vorgesetzten, Freunden und Schülern verabschiedet. Als „pädagogisches Urgestein“ lobte ihn Schulamtsdirektorin Diana Schikorra. Jürgen Busch sei eine „Größe mit Einfluss und Gewicht“. „Sein besonderes Augenmerk lag immer bei den Schwächeren“. In vielen Belangen sei Busch Vorreiter gewesen, so auch im Projekt „selbstständige Schule“ sowie einer gesicherten Nachmittagsbetreuung. „Er hat sein Schul-Schiff stets sicher durch das Gewässer navigiert“, so Schikorra. Dies unterstrich auch Schulpflegschaftsvorsitzende Sandra Grießbach im Namen der Elternschaft. Zum Abschied überreichte sie Busch eine persönliche Schülerlotsenweste mit dem Hinweis, dass er ja jetzt genügend Zeit für eine neue Aufgabe habe. Das Kollegium hatte eigens zur Verabschiedung einen Schulchor gegründet, und überraschte seinen Direktor mit einer eigenen Version von „Mer losse d’r Dom in Kölle“ von den Bläck Föös. „Mer losse d’r Busch in Sieglar“, so der musikalische Beschluss der Kollegen. Auch die Schüler verabschiedeten ihren „Kapitän“. Die Artisten des Schulzirkus Larissimo unternahmen mit ihm eine Reise mit dem „Zirkusschiff“, auf dem wie versprochen, „immer ein Platz für ihn frei sein wird“. „Jetzt gehst Du in Rente, Herr Busch. Jetzt hast Du für’s ganze Leben Ferien!“ Nein — auf die faule Haut legen wird sich Jürgen Busch ganz sicher nicht. Für ihn ist der Ruhestand lediglich „ein Übergang in die andere Form der Arbeit“. Allerdings könne er jetzt „unangenehmen Kleinkram“ beiseite lassen und sich ganz auf die „wesentlichen Dinge“ konzentrieren, freut er sich. Seine große Liebe gilt der Kultur, der er sich jetzt mit Hingabe widmen kann.

[Pressebericht von Heidi Kaiser]

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