E-Stufe

1. Teil:

Wir unterrichten jahrgangsübergreifend in 1/2 (E-Stufe) seit 2004, also im 16. Jahr. Seit 5 Jahren sind die Stufen 3/4 auch durchgehend jahrgangsübergreifend (F-Stufe).

– in diesem Schuljahr: 8 Eingangsklassen, jeweils mit 20 – 24 Kindern

– Vorteile der jahrgangsübergreifenden Eingangsstufe:

  • Kinder werden zu Helfern, übernehmen Verantwortung und sind als Vorbilder gefordert, können viele Dinge auffangen, die früher nur von der Lehrerin als einziger Ansprechpartnerin aufgefangen werden konnten; dadurch werden alle Kinder viel selbstständiger, lernen zu helfen und Hilfe anzunehmen und werden somit in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt.

Sie lernen von- und miteinander, jeder so wie er kann.

  • Es kann dadurch auch von der Lehrkraft gezielter/individueller auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingegangen werden.
  • Die Lehrkraft lernt jedes Jahr nur eine halbe Klasse neu kennen; das erleichtert es ebenso, den individuellen Leistungsstand der Kinder schneller festzustellen.
  • Man muss bedenken, dass auch jahrgangskonforme Klassen nicht homogen sind: Auch Kinder eines Alters bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit, jedes Kind hat Stärken und Schwächen, die im jahrgangsübergreifenden Unterricht besser berücksichtigt werden können (z.B. können manche Schulanfänger schon lesen und rechnen, andere kaum einen Stift halten oder ihren Namen schreiben).
  • Im Jahrgangsübergreifenden Unterricht werden den Kindern ihre Defizite auch nicht so sehr bewusst, da sie sich nicht so gut mit anderen vergleichen können.

2. Teil:

– Wir arbeiten mit z.T. selbst gestalteten Material speziell für den JU, aber auch mit normalen Schulbüchern von Verlagen (z.B. mit dem Matherad, dem Zebra-Sprachbuch oder den Heften aus dem Jandorf-Verlag). Mit diesen Materialien wird eigenständiges Arbeiten ermöglicht je nach individuellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Interessen, jedes Kind auf seine Weise und in seinem Tempo (wenig Frontalunterricht).

– Es ist möglich, dass leistungsstärkere Erstklässler schon am Stoff des 2. Schuljahres arbeiten, vielleicht auch nur in einem Fach, während leistungsschwächere Zweitklässler vielleicht in einigen Bereichen nochmal Inhalte des 1. Schuljahres festigen.

– Wir legen Wert auf soziale Lernformen: Partnerarbeit, Gruppenarbeit; jüngere Kinder lernen Regeln schnell kennen, sie übernehmen sie von den älteren.

– Die Kinder verbleiben 1 bis 3 Jahre in der Eingangsstufe, wobei 2 Jahre die Regel sind.

Vorteil: schwächere Kinder haben die Chance, langsamer voran zu gehen und müssen keine Klasse wiederholen; sie verbleiben dann 3 Jahre in ihrer Klasse und behalten in der Regel die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer. Dies zählt nicht als „Sitzenbleiben“.

Leistungsstarke Kinder bekommen anspruchsvolleres Material, können einiges überspringen oder arbeiten schon am Material der nächsten Klassenstufe, und können im Ausnahmefall sogar nach 1 Jahr schon in die 3/4 wechseln.

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